Akne/Rosazea

Lieber Aknepatient,
wir stellen in letzter Zeit einen deutlichen Aufschwung von Aknepatienten in unserer Praxis fest. Hier entdecken wir aber zumeist nicht unerhebliche Vorbehandlungsschwächen sowie teils falsche Vorstellungen von dieser Volkskrankheit seitens der Patienten.
Daher haben wir uns entschlossen, hier einen kleinen Einblick über unser Verständnis einer funktionierenden Aknetherapie zu geben:
Eine ausgeprägte Akne kann die soziale Interaktion und das Selbstwertgefühl vieler Jugendlicher beeinträchtigen. In einigen Fällen hinterlässt sie neben körperlichen Narben auch psychische Spuren für ein ganzes Leben. Deshalb sollten Eltern von Aknepatienten das Problem Ihres Kindes ernst nehmen.
Dank guter wissenschaftlicher Arbeit gibt es heute eine Vielzahl an Behandlungs-möglichkeiten, weshalb sich keiner seinem Schicksal einer schweren Akne ergeben muss.Aknetherapie ist auf fünf Säulen gegründet:

1. Lokaltherapeutika
2. Systemische Tetrazyklinantibiotika
3. Vitamin-A-Säure Kapseln für schwere Akneformen
4. mechanische Anwendungen (z.B. kosmetische Ausreinigung)
5. Peelings (Fruchtsäure oder TCA)

Unterstützende Maßnahmen der medizinischen Kosmetik besitzen einen außerordentlich hohen Stellenwert in der Aknetherapie und sind Bestandteil der geltenden Leitlinien. Daher erfolgt durch die meisten privaten Krankenversicherer auch eine Erstattung, wenn die Behandlung unter ärztlicher Aufsicht in einer Praxis durchgeführt wird.
Genau dieses ist der Fall im Hautzentrum Paderborn: Für eine erfolgreiche Aknebehandlung arbeiten wir mit unserem Kosmetikteam (siehe Bereich Kosmetik) Hand in Hand zusammen.
Neben einer optimalen medizinischen und kosmetischen Therapie ist die sog. Compliance (= die Mitarbeit des Patienten) unerlässlich für einen Erfolg. Nur wenn unser Aknepatient die Verordnungen auch einhält und sich regelmäßig vorstellt, um uns eine Rückmeldung über die laufende Behandlung zu geben, können wir nicht anschlagende Versuche korrigieren und einen langfristigen Therapieerfolg sicher stellen. Daher bestellen wir unsere Aknepatienten regelmäßig in eine Sprechstunde – ca. alle 25-30 Tage – ein.
Haben Sie noch Fragen oder sind sie neugierig geworden?

Wir freuen uns auf Sie in unserer Aknesprechstunde!

 


 

Lieber Rosazeapatient,
im Hautzentrum behandeln wir häufig Patienten mit Rosazea. Die Erkrankung ist eine entzündliche, schubweise verlaufende chronische Dermatose, deren Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Wahrscheinlich ist, dass einige Personen eine genetische Disposition (erbliche Veranlagung) aufweisen, also von Natur aus besonders anfällig für eine Rosacea sind. Zudem wird eine Reaktion auf die Haarbalgmilbe Demodex folliculorum als möglicher Faktor bei der Krankheitsentstehung diskutiert. Obwohl die Rosacea eine chronische Erkrankung ist, lässt sie sich in der Regel gut behandeln. Sie kann jedoch nicht geheilt, sondern nur symptomatisch behandelt werden. Für die Betroffenen stellt diese Hauterkrankung häufig ein erhebliches kosmetisches Problem dar.

Was sollten Sie als Patient beachten? Eine ausgeprägte und lange Sonneneinstrahlung, Hitze, Kälte und sehr heiße oder scharf gewürzte Speisen können ihre Rosazea verschlimmern. Aber auch Medikamente sowie Kaffee-, Tee- und Alkoholgenuss oder Kosmetika. Als Auslöser von akuten Schüben sind auch psychische Faktoren von Bedeutung. Stress- und Konfliktsituationen können den Ausbruch der Erkrankung fördern beziehungsweise die Schwere des Verlaufs mitbestimmen. In leichteren Fällen der Rosacea hilft eine örtliche Behandlung mit speziellen Antibiotika oder anderen entzündungshemmenden Cremes. Bei einer ausgeprägten Rosacea sowie bei Komplikationen, wie zum Beispiel bei Augenproblemen, wird eine innere Antibiotikatherapie (systemische Therapie) mit Wirkstoffen wie Tetrazyklin, Roxythromycin, Clindamycin oder Minocyclin durchgeführt. In besonders schwierigen Fällen kann unter Umständen die Gabe von Isoretinoin (Vitamin A Säure) erwogen werden. Permanente Rötungen und rote Äderchen (Teleangiektasien) lassen sich mithilfe einer Laserbehandlung entfernen. Auch die Knollennase (Rhinophym) kann chirurgisch oder mit einem Laser behandelt werden. Bei ausgeprägten Befunden arbeiten wir dabei mit den Gesichtschirurgen zusammen. Zusätzlich lässt sich die Erkrankung mit Silberionen, die mittels einer elektrischen Spannung in die Haut eingebracht werden beeinflussen. Zögern Sie nicht, sich bei uns beraten und helfen zu lassen.

Wir freuen uns auf Sie!